Hardegg, die kleinste Stadt Österreichs
Hardegg, im nordöstlichen Waldviertel gelegen, ist die kleinste Stadt Österreichs mit gerade einmal 230 Einwohnern, davon haben aber 142 ihren Zweitwohnsitz hier! Dementsprechend ruhig und gemütlich geht es in den Straßen und am Flussufer der Thaya (Hardegg liegt ja direkt an der Grenze zu Tschechien) zu. Seit dem Fall des eisernen Vorhangs ist Hardegg wieder direkt mit dem nördlichen Nachbarn verbunden, über eine Brücke gelangt man nach Tschechien - allerdings nur als Fußgänger oder Radfahrer. Dafür aber sogar ohne Passkontrolle - dem Schengener Abkommen sei Dank!
Hardegg blickt auf eine lange Geschichte zurück: bereits 1290 als Stadt erwähnt, wurde im Mittelalter hier ein Gold- und Silberbergwerk betrieben, später ließen sich Pulvermacher nieder. Im 16. Jahrhundert kam das Tuchmachergewerbe aus Mähren. Ihren Höhepunkt erreichte die Stadt im 18. Jhd als Handel und Gewerbe florierten und für Wohlstand sorgten. 1818 zählte Hardegg 355 Einwohner, seitdem sank aber die Einwohnerzahl bis auf den heutigen Stand (siehe oben).
Überragt wird die Stadt von der Burg Hardegg, die einst als Festung zur Verteidigung des Habsburger Monarchie gegen die Böhmen errichtet wurde, ehe auch Böhmen im 15. Jahrhundert Teil von Österreich wurde. Touristisch gesehen ist Hardegg für den Erholungs- und Ruhesuchenden ideal: in den wenigen Straßen herrscht praktisch kein Verkehr, große Touristenmassen vermisst man ebenfalls, stattdessen lässt sich die Ruhe genießen, entweder auf der Burg oder beispielsweise am Ufer der Thaya. Übrigens gehört dieser Abschnitt des Flusses auch zum Nationalpark Thayatal, weitere Infos dazu bietet ein Infocenter nur wenige Kilometer außerhalb von Hardegg.
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Stadt Hardegg











